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Bisher habe ich Jäger meist ignoriert. Bei der Kontrolle unseres Nachtcaches sind wir dem einheimischen Jagdaufseher hier im Wald begegnet.
Die Jäger faselte etwas von Gefahr durch 2 km weit fliegenden Geschossen. Wir würden das Wild auf die Straße treiben. Wir wären illegal Nachts im Wald unterwegs usw. Damals dachte ich noch arme Irre, da diese mit mit einem dicken Jeep und aufgeblendeten Scheinwerfern durch den Wald fuhren und die Autobahn 400 m Luftlinie weg war..
Dann entfernten die die Stationen unsere Nachtcaches. Nun erwachte meine immer schon latent vorhanden Anti Jäger Haltung. Und ich habe mir Gedanken über deren Daseinsberichtigung gemacht.
Dabei bin ich auf der Webseite Tatort Wald gelandet. Nun bin ich sicher das es auch eine Welt ohne reiche Jagdpächter geben kann. Zumindest ich werde in nächster Zeit aufmerksam durch den Wald gehen und versuchen den Jägern das leben so schwer wie möglich zu machen. Überall findet man von denen einfach aufgegebene Hochsitze welche teilweise als Sondermüll entsorgt werden müssten.
Jäger halten sich offenbar sehr häufig nicht an geltende Gesetzte
Hier die Top 10 der Ausreden der Jäger.
1 - Jagd ist angewandter Naturschutz
Falsch! Jäger sind Naturnutzer, aber keine Naturschützer. Sie hegen allenfalls die Tierarten, die für sie als Beute von Interesse sind. übrigens: Deutschlands Jäger verschießen jährlich tonnenweise hochtoxisches Bleischrot – ein toller Beitrag zum Naturschutz!
2 - Jagd ist zur Regulation der Wildtiere notwendig
Falsch! Die Regulation der Wildtierbestände erfolgt nicht durch die Jagd, sondern durch Kontaktkrankheiten, innerartliche Konkurrenz und Nahrungsmangel im Winter. Auch dort, wo in Europa die Jagd verboten wurde, wie z.B. in den ausgedehnten italienischen Nationalparks oder im Schweizer Kanton Genf, konnten bislang keine übermäßigen Wildtierbestände festgestellt werden.
3 - Jagd nutzt was nachwächst
Stimmt nur bedingt. Wie viel nachwächst, können die Jäger allenfalls bei einigen ständig in Deutschland lebenden Arten wie Hirsch und Reh in etwa abschätzen. Niemand kann aber sagen, wie groß der jährlich sehr stark schwankende Bruterfolg arktischer Wildgänse und –Enten ist, die im Winter zu uns kommen und eifrig bejagt werden.
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4 - Jagd gefährdet keine Wildtierart
Falsch! Zahlreiche in Deutschland immer noch jagdbare Arten (Feldhase, Baummarder, Waldschnepfe, Rebhuhn) stehen bundes- oder landesweit auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Die Jagd ist nicht immer der einzige Gefährdungsgrund, allerdings trägt der Abschuss bedrohter Arten bestimmt nicht zu deren Erhalt bei.
5 - Jäger sind Ersatz für ausgestorbene "Raubiere
Falsch! Beutegreifer erbeuten bevorzugt alte, kranke und schwache Tiere und tragen so zu einem gesunden Wildbestand bei.
Ein Jäger, der auf große Distanz schießt, kann dagegen nur in den seltensten Fällen beurteilen, ob ein Tier krank oder alt ist.
Sie täten anhand völlig anderer Kriterien, etwa Hirsche mit besonders kräftigen Geweihen. Mit dem Abschuss von bundesweit jährlich rund 700.000 Mardern, Füchsen und Wieseln dezimieren sie zudem noch vorhandene Beutegreifer.
6 - Jagd ist ein Kulturgut
Mag sein. Unter Kultur versteht man "die Gesamtheit der geistigen und künstlerischen Lebensäußerungen ... eines Volkes" sowie "feine Lebensart, Erziehung und Bildung" (vergl. Duden Band 5 1982).
Wir überlassen es dem Urteilsvermögen eines jeden Bundesbürgers, ob das Töten von Wildtieren dazu gehört.
7 - Jagd verhindert Wildschäden
Falsch! Jagd provoziert ganz im Gegenteil vielfach Wildschäden. Die Wildütterung im Winter führt beim Schalenwild (Rehe, Hirsche, Wildschweine) zu bis um das Zehnfache überhöhte Populationen, die ganz erhebliche Wildschäden anrichten können. Durch die Jagd werden die Tiere unnötig aufgescheucht, was ihren Nahrungsbedarf und damit die Fraßschäden oft weiter erhöht.
8 - Jagd ist auch in Naturschutzgebieten nötig
Falsch! In fast allen anderen Ländern der Welt ist die Jagd in Naturschutzgebieten verboten, ohne dass dort bislang das natürliche Gleichgewicht aus den Fugen geraten wäre. Auch in den wenigen Schutzgebieten Deutschlands sollten die Wildtiere Ruhe vor menschlicher Verfolgung haben.
9 - Die Jägerprüfung ist ein "grünes Abitur"
Falsch! Mit dem bei der Jägerprüfung vermittelten einseitigen und ideologisch gefärbten Wissen würden die Prüflinge noch nicht einmal die Abiturprüfung in einem Biologiegrundkurs bestehen.
10 - Jagd erfolgt nach den Grundsätzen "deutscher Waidgerechtigkeit"
Stimmt! Allerdings kann niemand sagen, was man eigentlich unter "Waidgerechtigkeit" versteht.
Eine rechtlich verbindliche Definition dieses Begriffes gibt es nicht und so legt ihn sich jeder Jäger nach eigenem Gusto aus.
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